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Beziehungsdrama mit Keira Knightley, die 1946 als Ehefrau eines britischen Offiziers nach Deutschland kommt

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Belästigung und Lebenszeit-Verschwendung
1 Pöni: Jämmerlich

Niemandsland - The Aftermath

Genre: Drama
Produktion: Großbritannien, Deutschland, USA 2018
Laufzeit: 108 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: James Kent
Darsteller: Keira Knightley, Alexander Skarsgård, Jason Clarke

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Kinostart:
11. April 2019

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Niemandsland - The Aftermath

Zum Film:

NIEMANDSLAND - THE AFTERMATH spielt nach dem Krieg 1946 in Deutschland.

Rachel Morgan (Keira Knightley) kommt während des eiskalten Winters im zerbombten Hamburg an. Sie wird wieder bei ihrem Ehemann Lewis (Jason Clarke) leben, einem britischen Oberstleutnant, der damit beauftragt ist, die zerstörte Stadt wiederaufzubauen. Doch als sie sich auf dem Weg zu ihrem neuen Zuhause befinden, muss Rachel verblüfft feststellen, dass Lewis eine unerwartete Entscheidung getroffen hat: Sie werden sich das herrschaftliche Haus mit dem vorherigen Eigentümer, einem deutschen Witwer (Alexander Skarsgård), und seiner aufgewühlten Tochter (Flora Thiemann) teilen. In dieser aufgeladenen Atmosphäre verwandeln sich Feindschaft und Trauer in Leidenschaft und Betrug... (20th Century Fox)

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Foto: Niemandsland - The Aftermath (20th Century Fox)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) NEIN - was für eine Schmonzette. Der ZDF-Sonntag-Abend-Film sozusagen jetzt im Trallala-Kintopp.

1946. Im Nachkriegs-Hamburg. Schmucker Oberst der Britischen Armee (JASON CLARKE) kommt mit seiner schmucken Gattin (KEIRA KNIGHTLEY) in die kaputte Stadt, um dort beim Wiederaufbau zu helfen. Als Quartier wird dem Paar eine schmucke Elbvilla zugeteilt. Dort wohnt - noch - der Hausbesitzer, der schmucke Witwer-Architekt Stefan Lunbert (ALEXANDER SKARSGARD) mit seiner pubertären Nazi-Tochter. Beide dürfen aber im Haus bleiben. Ziehen um, ins Obergeschoss. Weil Oberst Lewis Morgan aber viel zu tun hat, ist Ehefrau Rachel oft alleine. Und kriegt, obwohl beide sich "eigentlich" nicht riechen können, "Kontakt" zum Witwer. "Es" passiert. Sie verfällt ihm. Und umgekehrt. Wie aber soll es weitergehen?
Zwischendurch blicken wir auf ein paar Scharmützel im Nachkriegsgewusel der Großstadt; unter anderem paktiert die Stefan-Tochter mit einem jungen Nazi-Schnösel, der ein Attentat plant. Keine Aufregung, dies bleibt eher fade. Erzählt. Anstatt etwa aufregend, Oder gar spannend. NÖ: Hier drömelt alles nur so vor sich hin. Als Belästigung und Lebenszeit-Verschwendung. Die Show-hier bleibt emotional betulich, ohne jegliche Handlungs- und Charakter-Tiefe. Alles fließt dumm und dümmlich vor sich hin. Und Keira Knighley setzt auf Schnute.

Eine unsäglich-alberne und entsetzlich-langweilende Kasperle-Klischee-Nummer läuft hier ab. Ohne jedweden Ansatz von Sinn, Sinnlichkeit oder schöne Romanze. Zudem: mit einem süß-wabernden Soundtrack quälend. Beim TV kann ich wenigstens weg- oder ganz ausschalten.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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