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Horror-Komödie über eine junge Braut, die als Aufnahmeritual in die Familie ihres Mannes ein blutiges Spiel spielen muss

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Eine unkomplizierte Trash-Komödie mit viel ironischem B-Splatter-Charme
3 Pönis: Geht so

Ready or Not

Genre: Horror, Komödie
Produktion: USA 2018
Laufzeit: 95 Minuten
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Regie: Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett
Darsteller: Samara Weaving, Adam Brody, Mark O’Brien, Andie MacDowell

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Kinostart:
26. September 2019

Pönis Filmkritik anhören:

Ready or Not

Zum Film:

READY OR NOT. Das ist auch das Stichwort für Grace (Samara Weaving), die frisch gebackene Ehefrau von Daniel Le Domas (Adam Brody). Seine exzentrische Familie (Mark O'Brien, Henry Czerny, Andie MacDowell) hat ein kurioses und mörderisches Spiel mit ihr vor. In einem tödlichen Hide & Seek wird Grace von ihrer neuen Familie gejagt und muss es schaffen, bis Sonnenaufgang zu überleben... (Twentieth Century Fox)

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Foto: Ready or Not (Twentieth Century Fox)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) na ja, sie haben es sich natürlich sehr viel einfacher vorgestellt - die schrecklich exzentrischen Mitglieder der reichen Familie Le Domas. Die leben - abseits - in einem hochherrschaftlichen Anwesen und pflegen seit Generation ein ziemlich anrüchiges Ritual. Wenn es darum geht, ein neues Familienmitglied aufzunehmen. Wie gerade Grace (SAMARA WEAVING). Die sich anschickt, Sohn Alex (ADAM BRODY) zu ehelichen. Dieser kehrt deswegen nach rund drei Jahrzehnten mal wieder hierher zurück, nachdem er einst wegen "Irritationen" abgehauen war. Nun aber möchte er seiner Familie "die Braut" vorstellen. Präsentieren. Was nur eher "begrenzten" Anklang findet. Vielmehr interessiert die dekadente Muschpoke, ob Grace das üblich abgehaltene Ritual überhaupt überstehen wird. Das so eine Art "Fangespiel" ist. Grace muss sich in dem riesigen Anwesen verstecken, während sie von allen gejagt wird. Mit antiken Waffen. Bis zum Morgengrauen. Sollte sie von irgendjemand gefunden werden, darf sie umgehend getötet werden. Keine große Aufgabe, meint man in dieser obskuren Gemeinschaft, schließlich ist "die Neue" ja blond. Das stimmt, aber DIE BLONDE weiß mehr und mehr ungeschickt-geschickt, nicht nur ihren Kopf aus der blutigen Schlinge zu ziehen. Sprich: sich irgendwie "umfangreich" zu verteidigen. Putscht sich zu einer wütenden Kriegerin hoch. Motto: Wehe wenn Blondie losgelassen. Leichen pflastern ihren Lauf.

Komischer Horror. Eine unkomplizierte Trash-Komödie mit exzessiver Arroganz. Versehen mit viel ironischem B-Splatter-Charme. Angereichert mit düsterem Humor und reichlich Nervenkitzel. Als typischers Außenseiter-Movie, schnell mal für 6 Millionen US-Dollar hergestellt, um dann an der Kasse mit 43,4 Millionen Dollar in den USA abzuräumen. "Boshaft unterhaltsam" nannte David Ehrlich in "IndieWire" den Streifen, während Bobby LePire in "Film Threat" ulkig ausflippte: "Das Schauspiel ist unglaublich, die Regie auffällig und intensiv, und das Drehbuch ist unglaublich brillant und lustig. Ich verehre jede gruselige und lustige Sekunde dieses Films und empfehle ihn wärmstens". Schließlich gaben die Autoren Stephen King und RL Stine sowie die Horror-Regisseure Guillermo del Toro und Michael Dougherty ihrer Twitter-Freude "darüber" Ausdruck und vermeldeten ihre Anerkennung über den poppig-grotesken, lässig-coolen Blut-Appetithappen. Dessen letztes lakonisches Wort lautet: "Schwiegereltern".

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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