Solo.jpg

Der Actionfilm zeigt, wie sich Han Solo und sein haariger Freund Chewbacca kennenlernen

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Ein fader Witz-Film - missglückt, weil der Hauptakteur "ausfällt"!
2 Pönis: Mäßig

Solo: A Star Wars Story

Genre: Action/Abenteuer/Science-Fiction
Produktion: USA 2018
Laufzeit: 135 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Ron Howard
Darsteller: Alden Ehrenreich, Woody Harrelson, Emilia Clarke, Donald Glover, Thandie Newton, Phoebe Waller-Bridge

Filmseite: disney.de/filme/solo-a-star-wars-story
Kinostart:
24. Mai 2018

Pönis Filmkritik anhören:

Solo - A Star Wars Story

Zum Film:

Bei einer Reihe waghalsiger Abenteuer in der düsteren und gefährlichen kriminellen Unterwelt lernt Han Solo (Alden Ehrenreich) seinen späteren Co-Piloten Chewbacca (Joonas Suotamo) kennen und trifft auf den berüchtigten Glücksspieler Lando Calrissian (Donald Glover).

Solo: A Star Wars Story markiert den Beginn der außergewöhnlichen Freundschaft des wohl ungewöhnlichsten Helden-Duos der Star-Wars-Saga!... (Walt Disney Studios)

Kinostart_Solo_A_Sta_57350883.jpg
Solo: A Star Wars Story (Foto: Jonathan Olley/Lucasfilm Ltd. & )

Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) HAN SOLO. Seines damaligen Zeichens Marke draufgängerischer Weltraumpilot. Ewig und drei Tage verkörpert und verbunden mit HARRISON FORD. Im ersten "Krieg der Sterne"-Movie von 1977 wie in den "Star Wars"-Folgefilmen "Das Imperium schlägt zurück" (1980), "Die Rückkehr der Jedi Ritter" (1983) sowie "Das Erwachen der Macht" (2015). Nun aber - Geburtsrolle rückwärts. Mit der Frage: Wie war Han der Solo eigentlich als junger Mann? Bevor er zur Legende der Rebellion wurde? Als resoluter Fighter gegen die düsteren Mächte des Imperiums? Ein Bübchen namens ALDEN EHRENFELD, geboren am 22. November 1989 in Los Angeles, der bislang eher unauffällig in Filmen wie "Regeln spielen keine Rolle" oder "Hail Caesar!", aber auch "auffällig" = interessant in dem Fantasyfilm "Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe" (2012) mitmischte, mimt auf Harrison Ford-Jung. Und DAS GEHT IN DIE HOSE. Ganz schlimm VOLL!

Und wir wissen, wenn das Titel-Männeken nicht funktioniert, tut es auch nicht die Insgesamt-Show. Alden Ehrenfeld wirkt wie eine zu klein geratene Marionette aus einem gewöhnlichen Kosmos-Pups. Namens Corellia. Auf diesem Planeten herrscht, etwa ein Jahrzehnt vor dem ersten "Krieg der Sterne"-Opus, Chaos. Anarchie. Diktatur. So etwas in der Art. Anführerin: Eine eklige Syndikats-Chefin. Für Jung-Schmuggler Han gilt das Motto: Bloß weg von hier. So schnell wie möglich. Mit einem geklauten Raumschiff in die Weiten des Alls abheben. Gemeinsam mit Freundin Qi´ra (EMILIA CLARKE/seit April 2011 die Drachenmutter Daenerys Targaryen aus "Game of Thrones"). Natürlich geht einiges schief, sie werden getrennt. Sie muss zurückbleiben. Er begibt sich, nach rund einer Stunde magerer Anlauf-Beliebigkeit, auf seine Abenteuer. Als nunmehr Han SOLO. (Den Nachnamen bekommt er von einem Bürokraten, weil er keinen eigenen Familiennamen besitzt; so so). Bei denen ihm, in einem Schlammloch-Gefängnis, Bald-Darauf-Kumpel Chewbacca, dieser Fell-Wookie (JOONAS SUOTAMO), begegnet. Dann schließt sich Han der Truppe von Söldner Beckett (WOODY HARRELSON) an, was "den richtigen Beginn" des Films einläutet. Wenn endlich sämtliche Figuren zusammen sind, um die üblichen "komischen" Abenteuer von und mit Kriminellen, Spinnern und All-Despoten aufzuplustern. Dabei sind die Neben-Beteiligten allemal präsenter und reizvoller als die vermeintliche Haupt-Type, denn wie da Alden Ehrenfeld profillos und lahm sich durch das nunmehr spannendere Geschehen mogelt, ist auffällig- unangenehm. Mit einer geradezu spartanischen Null-Ausstrahlung. Gegenüber = Woody Harrelson, der sich offensichtlich bremsen muss, um nicht als eigentlicher Chef ´rüberzukommen; Donald Glover (als cooler Schmuggler Lando; einst bzw. "später" von Billy Dee Williams erwachsen verkörpert) oder "Avenger" PAUL BETTANY (als Schizo Dryden Vos)= ist / bietet Alden Ehrenfeld eine Minus-Gestalt. Kindische Einfalt pur. Während Emilia Clarke mit modernem Pferdeschwanz und hübschen Ohrringen schließlich mehr wie ein Girl aus "Grease" agiert als wie ein überzeugendes Power-Girl im All. Einzig die "nette" Droidin L3-37 fällt aus dem (Metall-)Rahmen, wenn sie gleiches Recht für alle Roboter einfordert. Ulkig.

Ein fader Witz-Film, das ist "Solo: A Star Wars Story". Missglückt, weil der Hauptakteur ausfällt und damit das Aushängeschild ein-, besser: auseinander-bricht. Und sich um ihn herum die Überraschungen und Gegebenheiten in mau-konstruierten, routinierten Unterhaltungsgrenzen bewegen. Das Kasperle-Theater stockt, möge die ... ach nee

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Solo.jpg