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Im 6. Teil der Terminator-Reihe versucht eine neue, noch bessere Killer-Maschine die Menschheit auszurotten - „I'll be back!“

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Viel Routine-Langeweile mit lautstarkem Brüll- & Sprüche-Krawumm-Gröl-Radau
2 Pönis: Mäßig

Terminator: Dark Fate

Genre: Science-Fiction, Action
Produktion: USA 2018
Laufzeit: 129 Minuten
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Regie: Tim Miller
Darsteller: Linda Hamilton, Arnold Schwarzenegger, Mackenzie Davis, Natalia Reyes, Gabriel Luna

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Kinostart:
24. Oktober 2019

Pönis Filmkritik anhören:

Terminator: Dark Fate

Zum Film:

Mehr als zwei Dekaden sind vergangen, seit es Sarah Connor gelungen ist, den Tag der Abrechnung abzuwenden. Damals hat sie die Zukunft neu geschrieben und das Schicksal der Menschheit in andere Bahnen gelenkt.

Dani Ramos (Natalia Reyes) führt mit ihrem Bruder (Diego Boneta) und Vater in Mexico City ein einfaches Leben. Bis ein neuer, hoch entwickelter und tödlicher Terminator – bekannt als Rev-9 (Gabriel Luna) – aus der Zukunft in der Zeit zurückreist, um sie zu töten. Um zu überleben, muss Dani sich mit zwei Kriegern zusammenschließen, mit Grace (Mackenzie Davis), einer Supersoldatin aus der Zukunft, sowie der kampferprobten Sarah Connor (Linda Hamilton). Da trifft das Trio, während der Rev-9 alles und jeden, der sich ihm bei der Suche nach Dani in den Weg stellt, gnadenlos tötet und dabei alles zerstört, auf einen T-800 (Arnold Schwarzenegger). Dieser Terminator aus Sarahs Vergangenheit ist möglicherweise ihre größte Hoffnung aufs Überleben... (20th Century Fox)

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Foto: Terminator: Dark Fate (20th Century Fox)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) Man kann es so sehen: aaah, ein neues, ein 6. "Terminator"-Movie oder auch so: wenn denen in Hollywood nix Neues mehr einfällt, greifen sie halt zu ollen Themen-Kamellen aus der Vergangenheit, um die - modern, also exzessiv in Trick-Technik und Gewalt - aufzupolieren und neu zu verkaufen. Ich tendiere zu letzterem.

"Dunkles Schicksal". Zur Erinnerung. Es begann alles am 11.3.1985. Da lief in unseren Kinos "Terminator" von James Cameron an. Ein B-Action-Fiction-Streifen, mit einem "Low Budget"-Hollywood-Budget von 6,4 Millionen Dollar hergestellt und das zig-fache einspielend. Mit 17 Schwarzenegger-Terminator-Sätzen, von denen der berühmteste - "I'LL BE BACK" - vom "American Film Institute" in einer Liste der 100 berühmtesten Filmzitate auf Platz 37 gewählt wurde. 2008 wurde der Film in den USA ins "National Film Registry" aufgenommen. War "Arnie" beim ersten terminatorischen Auftritt noch eine böse Killermaschine aus der Zukunft, avancierte er in "Terminator 2 - Tag der Abrechnung", deutscher Kino-Start: 24.10.1991 zum guten Krieger. Am 31. Juli 2003 kam "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" in unsere Lichtspielhäuser als pure Material-Schlacht. "Terminator: Die Erlösung", am 4. Juni 2009 in die hiesigen Kinos kommend, war, wie ich meiner ausführlichen Kritik entnehme, ein "richtig gut-wütender Fiction-Spaß", in dem CHRISTIAN BALE als John Connor eine Prima-Figur abgab. Schließlich ging die Cyborg-Show ab 9. Juli 2015 bei uns mit "Terminator: Genisys" weiter, aber die Terminator-Messen waren gelesen, und der Film fand längst nicht mehr das erhoffte Groß-Interesse.

Nun also Number 6. Für den man die Folgen 3 bis 5 vergessen soll, heißt es, denn er kaspert sich an die Zeiten nach Teil 2 an. Spielt 27 Jahre nach den Ereignissen dort, nun aber in Mexiko. Und in der Hauptsache mit weiblichem Fight-Personal. Sie heißt Daniella "Dani" Ramos und wird heuer gejagt. Von einem extrem-fortgeschrittenen Terminator-Prototyp ("Rev-9") aus der Zukunft, wo Skynet-Maschinen längst die Macht auf dem Planeten übernommen haben und Dani ausschalten wollen. Denn sie wird "demnächst" einen Jungen gebären, der zum Führer des menschlichen Aufstands aufsteigt und damit für Skynet gefährlich wird. Deshalb jagen die Maschinen-Führer der Zukunft ihren treuen Vernichtungsdiener Rev-9 in die Vergangenheit, damit er Dani tötet, damit es nicht später zu dieser Geburt kommt. Alles klar?

Die alte Story. Das Morgen verändern, beeinflussen. Durch eine Zeitreise. Ins Heute. Wo das Personal natürlich nicht weiß, warum das alles geschieht. Bis eben auf: "Arnie" als alter, ausgedienter und ziemlich menschlicher (T-800-)Terminator, der seine frühere Mission aufgegeben und sich zurückgezogen hat. Und nun noch einmal zurückkehrt in den Terminator-Ring, um der Widerstandskämpferin-Legende Sarah Connor (wieder: LINDA HAMILTON), die Fans wissen bescheid, und eben Dani, die eigentlich Gefährdete bzw. Gejagte (NATALIA REYES), sowie ihre ebenfalls aus der Zukunft, aber von dortigen Rebellen gesandte "gute" Soldatin-Beschützerin Grace (MACKENZIE DAVIS) zu unterstützen. So und so ungefähr muss man sich das vorstellen. Drei Frauen und der "Original"-Terminator gegen diese stoische Rev-9 -Killermaschine aus der Zukunft (GABRIEL LUNA), die offensichtlich nichts erschüttern, sprich umbringen kann. Die auch noch nach zig-Tötungsversuchen immer wieder "heil" aufsteht, um Dani & Friends endlich zu vernichten. Gähn.

Mann, was war das früher überschaubar. Da stakste ein Ami-Held wie JOHN WAYNE durch die bleihaltige amerikanische Western-Luft und killte die Schurken per Colt. Ein präziser Schuss - und Feierabend. Für das "Drecksgesindel". Heute, Motto: Die Amis und ihr Lieblingsspielzeug. "Tolle" Waffen. Zu präsentieren. DIE sehen irgendwie "erotisch" aus. Mit denen ackern die Guten ewig und noch länger und kriegen trotzdem "das Cyborg-Ding" aus der Zukunft nicht ausgeschaltet. Bis es nach zwei Filmstunden dann doch gelingt. Natürlich. "Arnie" sei dank. Und vor allem den taffen Mädels. Bis dahin aber wird geschossen, was die überdimensionalen Schießprügel nur so hergeben, wird handgreiflich-rauh-wüst attackiert, sind Geballer und Gerenne und Gekreische an der lausigen Action-Tagesordnung. Von wegen neu: Man hat hier einfach das alte - gedankliche wie handwerkliche - Getue reaktiviert und mit heutiger komfortabler Spitzen-Tricktechnik und neuer Ideologie ("MeToo") versehen, und fertig ist die lausig-aufgewärmte Wrack-Chose. Die nun ein in die Jahre gekommener Arnold "T-800"-Schwarzenegger unterstützt, die sich aber vorwiegend auf eine weibliche Heldenmission konzentriert. Mit vielen üblichen Sprüchen und brutalem Action-Gaga.

Der mit dem "Deadpool 1"-Müll 2016 debütierende Regisseur Tim Miller sorgt bei seinem zweiten eigenen Regie-Film für viel Routine-Langeweile mit bekanntem lautstarkem Brüll- & Sprüche-Krawumm-Gröl-Radau. Hört auf. Damit.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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