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12. Film der Reihe, in dem Jean Grey die Kontrolle über ihre Macht verliert und zur Gefahr für die Menschheit und die X-Men wird

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Weitgehend uninteressante, primitive Action-Arie!
2 Pönis: Mäßig

X-Men: Dark Phoenix

Genre: Drama/Science-Fiction/Action
Produktion: USA 2018
Laufzeit: 120 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Simon Kinberg
Darsteller: Sophie Turner, Jessica Lawrence, James McAvoy, Michael Fassbender

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Kinostart:
6. Juni 2019

Pönis Filmkritik anhören:

X-Men: Dark Phoenix

Zum Film:

Die X-Men müssen sich in DARK PHOENIX nicht nur ihrem stärksten und mächtigsten Gegner stellen, sie sind auch mit der Tatsache konfrontiert, dass dieser Gegner aus ihren eigenen Reihen stammt. Es ist Jean Grey, die bei einer Rettungsmission im All beinahe getötet wurde, dann aber von einer unbekannten kosmischen Kraft getroffen wird. Bei ihrer Rückkehr von dieser Mission sind diese Kräfte zwar viel stärker und mächtiger geworden – doch sie sind auch viel instabiler und kaum kontrollierbar. Jean kämpft mit diesen neuen ihr innewohnenden Kräften, die sie weder versteht, noch zügeln kann. Der Kontrollverlust führt dazu, dass sie die Menschen, die ihr wirklich nahe sind und die sie liebt, vor den Kopf stößt und verletzt. Gleichzeitig beginnt sie die ureigentlichen Verbindungen auseinanderzunehmen, die die X-Men zusammenhält.

Die Gruppe, die wie eine Familie war, fällt auseinander und sie müssen einen Weg finden wieder zueinander zu kommen – nicht nur um Jeans Seele zu retten, sondern auch, um unseren Planeten vor einer Invasion von Aliens zu schützen, die durch Jeans neue Kräfte die Galaxie beherrschen wollen... (20th Century Fox)

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Foto: X-Men: Dark Phoenix (Twentieth Century Fox)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) SIE existieren seit September 1963. Damals tauchten sie erstmals auf dem Comic-Paper des Hauses MARVEL auf. Auf der Kinoleinwand starteten sie am 31. August 2000: Die X-MEN. Menschliche "Sonderlinge", die Dank ihres besonderen Gen-Codes übermenschliche Fähigkeiten besitzen und von den "normalen" Menschen weitgehend akzeptiert werden - als Beschützer vor dem Bösen auf der Welt.

Inzwischen sind wir beim 12. X-MEN-Blockbuster-Movie angelangt. Titel: DARK PHOENIX. Schon im Film davor "X-Men: Apocalypse" von 2016 zeigte die Mutantin Jean Grey alias Phoenix - damals wie heute gespielt von Sophie Turner - ihr wahres Gesicht. Die mächtige Telepathin konnte nur mühsam ihre Sonder-Kräfte beherrschen.

Jetzt aber ist es noch schlimmer. Seitdem Jean mal an der Sonne "geschnuppert" hat, bei einem Einsatz im All, besitzt sie totale Superkräfte.
Und ist jetzt sogar eine große Gefahr für ihr Team und vor allem für den X-Men "Oberboss", Professor Charles Xavier. Denn der hat ihr mal etwas aus ihrer Vergangenheit verschwiegen, dass sie jetzt herausbekommen hat - und prompt wird das Mädel richtig sauer.
Zudem will eine neue "kosmische Macht" ihre Fähigkeiten nutzen, um - na, raten Sie mal - die Erde zu erobern. Wie einfallsreich!!

Wenn Ihnen diese inhaltliche Schilderung etwas banal und plump vorkommt, SO quatschig verläuft der gesamte Film. Das Drehbuch ist eine einzige Zumutung. Die Vorlage stottert sich gegen Müll, denn der Drehbuch Autor und Debüt-Regisseur Simon Kinberg interessiert sich bei diesem X-Men Streifen nicht um eine schlüssige Spannungsstory, sondern nur für DAS, was aus dem Computer trickreich und mitunter beeindruckend gezaubert wird: lautes Krawumm mit vielen Effekten, Zeitlupen-Fights und Feuerspiele von Komponist Hans Zimmer grölend in die akustische Bombastik getrieben.

Auffallend: nun mischen auch auch tapfere Frauen an der Feuer-Front mit. Allerdings besitzt die bemühte Hauptakteurin Sophie Turner als Dark Phoenix eine Ausstrahlung wie eine gestresste Verkäuferin auf dem Wochenmarkt. Eine ganz dürftige Darbietung.

Kurzum: dieser neue X-Men-Streich, der eigentlich X-Women heißen müsste, ist eine weitgehend uninteressante, nur auf den nerven-Keks gehende primitive Action-Arie. Mutanten Schrott!

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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