25. September 2020 – dpa

Pete Townshend: Verarbeitung durchs Gitarrenspielen

Gitarrist Pete Townshend: «Gitarrenspiel hat mich aus dem Käfig befreit»

Pete Townshend
Pete Townshend, Foto: Nancy Kaszerman/ZUMA Wire/dpa

Der Gitarrist Pete Townshend (75) hat durchs Gitarrespielen seine Kindesmisshandlungen verarbeiten können. «Das Gitarrenspiel hat mich aus dem Käfig befreit», sagte Townshend von der britischen Rockband «The Who» in einem Interview der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitag). Als Vierjähriger sei er für einige Jahre zu seiner Großmutter geschickt worden. «Ich war todtraurig, weil sie mich so schlimm behandelte.»

Die rabiate Art der Großmutter habe ihn damals sehr geprägt. «Aus dem hübschen, fröhlichen Kind wurde ein verschlossener, ruinierter Junge, der fortan in einer Fantasiewelt lebte und keine Freunde mehr finden konnte.» Mit zwölf habe er dann die Liebe zum Gitarrespielen entdeckt. «Das Gitarrenspiel hat mich aus dem Käfig befreit.»

Bei Konzerten zertrümmerte der Musiker dann später regelmäßig Gitarren. «Ich habe heute noch viele Narben vom Gitarrenzerstören, so als ob ich im Krieg gewesen wäre.»

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