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Am Freitag (08.11.) kommt «Das Pfefferminz-Experiment» auf den Markt

Es sind Ikonen deutscher Rock- und Popgeschichte. Bei Songs wie «Mit 18» oder «Johnny Walker» sind Fans von Marius Müller-Westernhagen auch gut 40 Jahre nach der Veröffentlichung noch erstaunlich textsicher. Ganz zu schweigen von «Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz» vom gleichnamigen Kult-Album, das 1978 zum ersten großen Kassenerfolg des damals noch recht jungen Musikers wurde.

Eingefleischte Anhänger der überwiegend rockigen Stücke können sich auf eine musikalische Überraschung vorbereiten. Der inzwischen 70-jährige Müller-Westernhagen hat sich das Album noch mal vorgenommen. In einer alten Holzkirche bei Woodstock im US-Bundesstaat New York hat er den zehn Songs neue Arrangements und Instrumentalisierung verpasst. «Das Pfefferminz-Experiment – Woodstock Recordings Vol. 1» (VÖ: 8.11.) ist geprägt von einer Art Blues und Country, wie sie den «America Recordings» des späten Johnny Cash zu großem Erfolg verhalfen.

Die Idee für eine Neueinspielung fand Müller-Westernhagen zunächst «vollkommen idiotisch», wie er der Deutschen Presse-Agantur in Berlin sagt. Er hatte zwei Drittel der Stücke seit Jahrzehnten nicht mehr gespielt. Als junger Mann habe er selbst nicht erklären können, warum er die Songs so geschrieben habe. Es sei damit recht naiv umgegangen. «Das war jetzt für mich der Reiz.» Ein zweiter Anlauf sollte her, «wenn ich die richtigen Musiker dazu finde, das richtige Studio, den richtigen Raum für einen neuen Versuch».

Im kommenden Sommer geht es auf Deutschlandtour, dem Charakter des Albums entsprechend durch Opernhäuser, Theatersäle, Philharmonien. Auch ein neues Studioabenteuer scheint schon geplant. Das Album trägt den Untertitel «Woodstock Recordings Vol. 1». Müller-Westernhagen ist offen für weitere Experimente, es gebe da «noch etliche Alben». (dpa)

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