01. Dezember 2025 – dpa
Das Bündnis NOlympia hat mit Gold-Gewinner Christoph Harting einen prominenten Unterstützer für das Volksbegehren gegen die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Berlin gewonnen. Der Diskus-Olympiasieger von 2016 in Rio sieht ein «moralisches Dilemma» angesichts der Nachhaltigkeit vergangener Spiele. «Wir haben tolle Sportstätten erlebt, die jetzt verfallen. U-Bahnen wurden gebaut, die jetzt nicht mehr fahren. Es geht immer auf Kosten anderer», sagte er bei einer Pressekonferenz.
Das Bündnis hat jetzt offiziell mit der Vorbereitung des Volksbegehrens begonnen. Auch Klara Schedlich, Sprecherin für Sportpolitik der Grünen-Fraktion, übte Kritik an den Plänen des Senats. «Es gibt kein Konzept, keine Kostenschätzung. Berlin sollte erst einmal seine Hausaufgaben machen, bevor sich die Regierung auf ein großflächiges Ereignis konzentriert», sagte sie.
Das Bündnis will Anfang 2026 20.000 Unterschriften sammeln, um anschließend das Volksbegehren zu starten, für das 174.000 Unterschriften notwendig sind. Berlin will sich um die Austragung der Spiele für 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird im kommenden Herbst den deutschen Bewerber auswählen. Das mögliche Volksbegehren würde erst nach der Entscheidung des DOSB durchgeführt werden können.
Bündnis NOlympia Berlin, Foto: Markus Lenhardt/dpa