04. März 2026 – 105'5 Spreeradio

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Antivirenprogramme im Test

Im Virenscanner-Test 2026 mussten 24 Antivirenprogramme beweisen, dass sie Angreifer schnell erkennen und sicher abwehren.

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04.03.2026
Antiviren­programme im Test
Im Virens­canner-Test 2026 mussten 24 Antiviren­programme beweisen, dass sie Angreifer schnell erkennen und sicher abwehren.
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Antivirenprogramme: Sehr guten Schutz gibt es auch kostenlos

Viren und Phishing-Versuche sicher abwehren: Dazu angetreten sind 16 Antivirenprogramme für Windows und acht für MacOS – darunter bekannte Anbieter wie G Data, Bitdefender, Norton, McAfee oder Avira. Warum kostenlose Programme eine gute Wahl sein können und häufig doch einen Preis haben, verrät der Experte der Stiftung Warentest.

Was kostet sehr guter Virenschutz? Es gibt ihn gratis. Das zeigt der aktuelle Antivirensoftware-Test. Einen Preis haben viele Angebote aber doch. „Wer eine kostenlose Antivirensoftware wählt, muss häufig mit nerviger Werbung rechnen, die auf die jeweilige Bezahlversion oder kostenpflichtige Zusatzfunktionen hinweist“, sagt Dennis Stieler, Technikexperte von Stiftung Warentest. „Ein Anbieter ist in dieser Hinsicht besonders hartnäckig und wirbt sogar in der Bezahlversion ständig. Diese Aufdringlichkeit haben wir mit Mangelhaft bewertet.“

Fast alle schützen zumindest gut

Fast alle untersuchten Programme boten eine sehr gute bis gute Schutzwirkung. Nur der auf Windows-Rechnern ab Werk installierte Windows-11-Defender zeigte Schwächen. Er schützte beispielsweise nicht ausreichend vor Phishing, also dem Fischen nach Passwörtern. Erfreulich: Sogar sieben kostenlose Programme im Test boten zuverlässigen Schutz vor Viren und Phishing-Versuchen. Den besten Schutz für Windows gibt es für 40 Euro pro Jahr, für MacOS ab 19,99 Euro im ersten Jahr.

Was für die Wahl des Schutzes wichtig ist

Die Ausstattung kann ebenfalls ein wichtiger Punkt bei der Wahl sein – etwa, ob Programme ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) zum anonymen Surfen bieten oder einen integrierten Passwortmanager. Ein weiteres Argument: der Preis. Hier lohnt es sich genau hinzuschauen: „Einige Anbieter locken Neukunden mit günstigen Preisen, die dann ab dem zweiten Jahr stark steigen“, sagt Stieler. „Bei einigen Anbietern vervierfacht sich der Preis sogar fast – bei anderen bleibt der Einstiegspreis auch in den Folgejahren gleich, etwa bei ESET, F-Secure und G Data.“

Phishing-Schutz am besten kombinieren

Zu den wichtigsten Prüfpunkten zählte der Schutz vor Phishing. Hierbei zeigte sich, dass es besonders sinnvoll ist, den integrierten Browserschutz beispielsweise von Chrome, Edge, Firefox oder Safari mit einem Antivirenprogramm zu kombinieren. „Laufen Phishing-Schutz des Browsers und des Antivirenprogramms parallel, wurden im Test meist mehr als 90 Prozent der gefährlichen Seiten erkannt“, sagt Stieler.

Phishing, Smishing, SEO-Poisoning

Betrüger versuchen sich auf viele verschiedene Arten Zugang zu persönlichen Daten zu verschaffen – zum Beispiel per Mail. Diese leitet Nutzer auf eine gefälschte Internetseite, damit sie dort ihre Zugangsdaten eingeben. Eine weitere betrügerische Masche: Smishing. Dahinter verbirgt sich eine betrügerische SMS, etwa von einem angeblichen Paketdienst. Den Link zur „Sendungsverfolgung“ nicht anklicken, sonst droht Datendiebstahl. Auch das sogenannte SEO-Poisoning ist gefährlich, warnt der Experte. Bekannte Webseiten, etwa von Shopping-Plattformen, werden so nachgebaut, dass sie in der Ergebnisliste bekannter Suchmaschinen weit oben stehen. Beim Surfen auf unbekannten Seiten ist daher erhöhte Vorsicht geboten.

Der gesamte Test zu Antivirenprogrammen findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest und ist online unter www.test.de/antivirenprogramme abrufbar. (Stiftung Warentest)

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In dieser Rubrik beraten wir Sie in allgemeinen Verbraucherrechtsfragen... Was zum Beispiel passiert, wenn ich ein Paket falsch in Empfang nehme, wie verhalte ich mich bei Reklamationen, welcher Handyvertrag ist der richtige für mich oder wie kann ich meine Energiekosten drosseln.

Mit unseren Experten von der Stiftung Warentest gehen wir diesen Fragen nach, klären deren Rechtslage und beraten Sie, damit Sie besser informiert sind.

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