22. September 2020 – dpa

Corona-Hotspots im Überblick

Die aktuellen Corona-Hotspots in Deutschland im Überblick

Maskenpflicht
Maskenpflicht, Foto: Kay Nietfeld/dpa

Beim Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern sind die entsprechenden Kommunen und Landkreise dazu angehalten, die Maßnahmen zum Infektionsschutz zu verschärfen. Ein kurzer Überblick über die aktuellen Hotspots in Deutschland.

BAYERN - MÜNCHEN (1,5 Millionen Einwohner): 55,93 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen (Stand 22. September). Bleiben die Infektionszahlen so hoch, soll am Mittwoch in einer Allgemeinverfügung unter anderem eine generelle Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt erlassen werden. Im privaten und öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie wären dann nur noch Treffen von Gruppen mit bis zu fünf Personen oder aus zwei Haushalten gestattet. Bei anlassbezogenen Feiern wie Hochzeiten, Geburtstagen oder Beerdigungen wären im privaten Rahmen 25 Teilnehmer erlaubt, unter freiem Himmel 50. Die Allgemeinverfügung soll ab Donnerstag gelten.

BAYERN - STADT WÜRZBURG (130 000 Einwohner): 60,99 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen (Stand 22. September). Seit dem 14. September dürfen nur noch maximal fünf Menschen zusammen draußen unterwegs sein, wenn sie nicht zu einem Hausstand gehören oder enge Verwandte sind. Das Feiern auf öffentlichen Plätzen und in Parkanlagen ist untersagt. Von 23.00 Uhr an dürfen die Wirtshäuser in der Innenstadt keinen Alkohol mehr ausschenken. Entlang des Mains ist das Trinken von Bier, Wein und Co. unter freiem Himmel bereits ab 22.00 Uhr verboten. Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet müssen sich doppelt testen lassen.

BAYERN - LANDKREIS WÜRZBURG (162 000 Einwohner): 38,31 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen (Stand 22. September). Seit dem 15. September sind folgende Verschärfungen in Kraft: Zwar dürfen weiter alle nicht-infizierten Mädchen und Jungen ihre Kita besuchen, allerdings die Gruppen nicht mehr durchmischt werden. Erzieher müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Maskenpflicht gilt auch in den Schulen im Stadt und Landkreis - für Kinder ab der 5. Klasse und die Lehrer. Verpflichtend ist dies auch am Sitzplatz im Klassenzimmer, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

BERLIN - STADTTEIL FRIEDRICHSHAIN-KREUZBERG (290 000 Einwohner): 48,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen (Stand 21. September). Der Bezirk hatte bereits am Freitag verstärkte Kontrollen bei Veranstaltungsorten angekündigt, weil viele Fälle auf junge, feiernde Menschen zurückzuführen seien. Für Dienstagnachmittag sind Beratungen der Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) mit den Bezirksbürgermeistern von Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Neukölln geplant.

Coronavirus - Straubing
Coronavirus - Straubing, Foto: Armin Weigel/dpa

NIEDERSACHSEN - LANDKREIS CLOPPENBURG (170 000 Einwohner): 60,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen (Stand 22. September). Der Grenzwert 50 wird seit Freitag überschritten. Mannschafts- und Schulsport sind landkreisweit verboten. In der Stadt Löningen sowie drei weiteren Gemeinden dürfen sich bis zum 4. Oktober privat maximal sechs Menschen treffen. Vereinen ist es zudem untersagt, Zusammenkünfte abzuhalten. Gaststätten müssen um 22.00 Uhr schließen.

NORDRHEIN-WESTFALEN - STADT HAMM (182 000 Einwohner): 87,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Stand 22. September). Die Stadt Hamm führt ab diesem Mittwoch wieder eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen ein. Außerdem dürfen im öffentlichen Raum nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Die Maßnahmen gelten für zunächst zwei Wochen. Am Montag waren bereits Beschränkungen vor allem für private Veranstaltungen beschlossen worden.

NORDRHEIN-WESTFALEN - STADT REMSCHEID (114 000 Einwohner): 52,05 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen (Stand 22. September). Die Stadt empfiehlt Bürgern in der Öffentlichkeit, im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. Schulsport darf bis zu den Herbstferien nun nicht mehr in der Halle stattfinden. Großveranstaltungen mit mehr als 300 Personen werden nicht mehr genehmigt.

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