05. Oktober 2026 – dpa
Blockierte Busspuren kosten Zeit und Nerven - rund 1.600 Fälle erfassen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) durchschnittlich im Monat. Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres hat das Unternehmen bereits rund 6.500 Autos abgeschleppt, die Busse und Trams behinderten. Mit der Kampagne «Wir stehen auf Busspuren. Du bitte nicht» will das Unternehmen gegensteuern. Der Schriftzug wird künftig an den Hecks der rund 1.700 Busse zu sehen sein, wie das Unternehmen mitteilte.
Damit Berlins Busse zuverlässig durch die Stadt kämen, seien vor allem freie Wege nötig, betonte Jenny Zeller-Grothe, Vorständin Betrieb und Personal der BVG. Dafür sei die Unterstützung der Berlinerinnen und Berliner nötig.
Das Unternehmen nannte ein Beispiel dafür, wie viel kleine Verzögerungen ausmachen: Am Mariendorfer Damm sei die Busspur besonders häufig von falsch parkenden Fahrzeugen betroffen. Wird jede Fahrt dort nur um eine Minute verlangsamt, verlieren die Fahrgäste allein zwischen 6.00 und 10.00 Uhr in Summe fast 50 Stunden Zeit an einem Tag, wie es hieß.
Die BVG dürfen seit dem Jahr 2020 auch selbstständig Autos abschleppen. Dadurch sollen die Strecken der BVG schneller frei werden als wenn - wie früher - nur die Polizei zuständig ist. Rund 40 Beschäftigte sind dafür nach Unternehmensangaben im Einsatz. Im Jahr 2025 wurden mehr als 11.000 Fahrzeuge abgeschleppt, wie es hieß.