11. Juni 2026 – dpa
Shakira, Gewitter, Curaçao: Das muss man zum WM-Start wissen...
Die ersten WM-Prognosen sind hoffentlich getippt, der Grill saubergemacht und der Kühlschrank mit Getränken gefüllt: Heute beginnt das XXL-Fußballturnier in Mexiko, den USA und Kanada im legendären Aztekenstadion von Mexiko-Stadt (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV). Das sind die wichtigsten Fragen zum Start der größten Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte:
Wer spielt im Eröffnungsspiel?
Mexiko, zum dritten Mal nach 1970 und 1986 Gastgeber einer WM, trifft auf Südafrika. In der Gruppe A ist das Team von Trainer Javier Aguirre Favorit. Südafrika kehrt 16 Jahre nach dem Heimturnier zurück auf die größte Bühne des Fußballs.
Was passiert bei der Eröffnungsfeier?
90 Minuten vor dem Anpfiff der Partie soll die große Eröffnungsshow starten. Popstar Shakira wird gemeinsam mit Co-Sänger Burna Boy den offiziellen WM-Song «Dai Dai» erstmals live aufführen. In dem Song werden neben Fußballstars wie Pelé, Diego Maradona, Lionel Messi und Kylian Mbappé auch große Fußballnationen wie Deutschland erwähnt. «Dai Dai» bedeutet auf Italienisch so viel wie «Los geht's».
Künstler wie Danny Ocean, J Balvin, Lila Downs und Alejandro Fernández werden ebenfalls auftreten. Die FIFA kündigte eine «Feier von Fußball, Musik und Kultur» an. Mit «Waka Waka» steuerte Shakira bereits 2010 den offiziellen FIFA-Song zur Weltmeisterschaft in Südafrika bei.
Was macht Sorgen vor dem Start?
Seit Tagen demonstrieren radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE in Mexiko-Stadt für die Rücknahme einer umstrittenen Rentenreform. Sie blockieren Hauptstraßen und haben im historischen Zentrum der Hauptstadt ein Zeltlager errichtet. Die Polizei hat in einem Bus von anreisenden Demonstranten sogar Sprengsätze entdeckt. Zudem drohen am Abend des Eröffnungsspiels Unwetter. Mitgastgeber USA und der Weltverband FIFA stehen wegen Problemen bei der Einreise von Fans, Teams und Offiziellen zunehmend in der Kritik. Unter anderem wurde der somalische Schiedsrichter Omar Artan abgewiesen.
Wann spielt das DFB-Team zum ersten Mal?
Die Mannschaft von Julian Nagelsmann startet in der Gruppe E am Sonntag gegen den großen Außenseiter Curaçao ins Turnier. Das Spiel in Houston wird um 19.00 Uhr deutscher Zeit angepfiffen und von der ARD sowie MagentaTV übertragen. Es folgen jeweils um 22.00 Uhr die Gruppenspiele gegen die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni).
Wie funktioniert das System mit 48 Mannschaften?
Statt 32 nehmen erstmals 48 Mannschaften an der WM teil. Das Mega-Turnier ist damit fünf statt vier Wochen lang. Die Teams werden auf zwölf Vierergruppen aufgeteilt.
Die beiden besten Teams jeder Gruppe sowie die acht besten Gruppendritten erreichen die K.o.-Phase. Hier wurde das Sechzehntelfinale neu eingeführt. Danach geht es mit dem Achtelfinale weiter. Insgesamt werden 104 Spiele absolviert, in Katar waren es vor vier Jahren noch 64.
Wer sind die Favoriten?
Hier sind zuerst Frankreich und Titelverteidiger Argentinien zu nennen, hinzu kommt Europameister Spanien. Titelchancen werden auch England mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel eingeräumt. Deutschland zählt hier wie Brasilien oder Portugal eher zum erweiterten Kreis.
Wer zeigt die WM im Fernsehen und was kostet mich das?
Als einziger deutscher Anbieter hat MagentaTV die Rechte an allen 104 WM-Spielen erworben. 44 Spiele werden dort exklusiv zu sehen sein, darunter alle drei Vorrundenspiele der Türkei. Die meisten der bisher bekannten Exklusiv-Spiele finden zu deutscher Zeit spät am Abend oder in der Nacht statt. Die Preise für MagentaTV beginnen ab 11 Euro pro Monat.
Um Spiele frei empfangbar zu zeigen, wurden Sublizenzen an ARD und ZDF vergeben. Insgesamt 60 Spiele übertragen die öffentlich-rechtlichen TV-Sender. Dazu zählen alle Spiele der deutschen Mannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale.
Ist Public Viewing auch bei den späten Spielen erlaubt?
Eigentlich gilt in der Nachtzeit zwischen 22.00 und 6.00 Uhr der Lärmschutz. Die Bundesregierung und der Bundesrat haben für die WM aber eine Lockerung dieser Regeln möglich gemacht. Städte und Gemeinden können so Public-Viewing-Veranstaltungen auch in dieser Zeit erlauben. Am besten können sich Fußball-Fans auf den Internetseiten der Städte oder Kommunen informieren. Auch die meisten Kneipen, Biergärten und Restaurants werden ihre Gäste mit Infos versorgen, ob und welche Spiele des Turniers sie in ihren Außenbereichen und Innenräumen zeigen wollen.
Alle Infos zur WM: www.fifa.com