24. August 2026 – dpa
Einst war sie in Deutschland eine Exotin – mittlerweile hat sich die Gottesanbeterin jedoch sprunghaft verbreitet. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) erfasst auf einem Online-Portal von Bürgerinnen und Bürgern gesichtete Tiere und zählt seit Anfang Juli mehr als 15.000 Meldungen (Stand: Mitte August). «Das ist deutlich mehr als im gesamten letzten Jahr», schreibt der Nabu auf seiner Internetseite.
Die langbeinige Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist vor allem für ihr makaber anmutendes Paarungsverhalten berüchtigt: Demnach stirbt rund ein Drittel der Männchen unmittelbar nach der Paarung – weil das Weibchen das kleinere Männchen frisst. Weibliche Tiere werden bis zu etwa acht Zentimeter groß, Männchen bis zu etwa sechs Zentimeter.
Obwohl die Meldungen beim Nabu auf den Fotos und Bestimmungen von Laien beruhen, ist die Bestimmungsquote wegen des besonderen Aussehens des Insekts den Angaben zufolge sehr hoch: 99,9 Prozent der Bilder würden korrekt bestimmt.
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