24. März 2026 – 105'5 Spreeradio

Bestseller-Duo zu Gast

Thriller-König Sebastian Fitzek und Horror-Queen Annika Strauss bei 105'5 Spreeradio!

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Annika Strauss und Sebastian Fitzek bei Jochen Trus

Psychothrill meets Horror: Thriller-König Sebastian Fitzek und »German Screamqueen« Annika Strauss legen mit REM ihren ersten psychologischen Horror-Thriller vor. Bei Jochen Trus am Morgen haben die beiden Schriftsteller über ihr gemeinsames Werk gesprochen...

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Annika Strauss und Sebastian Fitzek bei Jochen Trus
24.03.2026
Sebastian Fitzek & Annika Strauss
Thriller-König Sebastian Fitzek und Horror-Queen Annika Strauss bei Jochen Trus am Morgen...
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Sebastian Fitzek und Annika Strauss, Foto: Britta Pedersen/dpa

Wenn Alpträume real werden: Fitzeks Ausflug in den Horror

Die Vorstellung, seinen Alptraum nach dem Aufwachen noch einmal bildlich vor Augen zu erleben, ist schon ein Alptraum für sich. Doch für Bestsellerautor Sebastian Fitzek und Autorin Annika Strauss bietet sie gleich Stoff für einen Thriller mit Schockmomenten. Mit dem neuen Buch «REM» wagt das Duo einen Ausflug in das Horrorgenre.

Fitzek (54) ist bekannt für seine Psychothriller, die von überraschenden Wendungen, hohen Spannungsbögen und menschlichen Abgründen leben. Regelmäßig landet er damit an der Spitze der Bestsellerlisten. Sein zuletzt erschienener Psychothriller «Der Nachbar» wurde nach Angaben von Media Control zum meistgelesenen gebundenen Buch 2025.

Fitzek: Horror ist ein «ganz neuer Ausflug» für mich

Mit «REM» geht der Berliner Schriftsteller, der dieses Jahr sein 20-jähriges Autorenjubiläum feiert, gemeinsam mit Strauss einen Schritt weiter – in Richtung Horror. Der Roman kreist um die Frage, warum sich viele oft nur schemenhaft an Alpträume erinnern – und was geschähe, wenn von ihnen eine reale, gar tödliche Gefahr ausginge. Der Titel spielt dabei auf die REM-Phase im Schlaf an – also jene Zeit, in der besonders intensiv geträumt wird.

Zwar lägen Horror und Psychothriller eng beieinander, sagt Fitzek der Deutschen Presse-Agentur, trotzdem sei es ein «ganz neuer Ausflug» für ihn. Die dem Thriller «REM» zugrundeliegende Idee sei ihm schon vor 13 Jahren in seinem Roman «Der Nachtwandler» gekommen, allerdings nur in einem Halbsatz.

«Was wäre, wenn man sich seine Träume am nächsten Tag anschauen könnte, beispielsweise im Fernsehen oder auf dem Handy? Das war ein Gedanke, der mich nicht losgelassen hat.» Er sei dann Jahre später mit Strauss in Kontakt gebracht worden.

Die Autorin Annika Strauss (41), die als Schauspielerin in mehreren Horrorfilmen zu sehen war und 2024 ihren ersten Thriller «Nachtfahrt» veröffentlichte, beschreibt die Zusammenarbeit von Anfang an als «sehr spannend». «Ich war auch etwas aufgeregt, ich schreibe jetzt mit Sebastian Fitzek ein Buch.» Sie habe einen Prolog geschrieben und sich zunächst gar nicht getraut, ihn abzuschicken, bis sie wirklich ins Arbeiten miteinander gekommen seien, da sei alles gut gewesen. Am Ende sei es eine Symbiose geworden.

Darum geht es in «REM»

«REM» dreht sich um die Studentin Alysee Marek, die große Angst vor dem Einschlafen und (dunklen) Träumen hat. Als sie ein Kind war, forderte ihr Vater sie verzweifelt dazu auf, wach zu bleiben, kurz danach starb er. Jahre später wird Alysee dann von dem Rätsel um den mysteriösen Tod eingeholt.

Der Weg führt die Studentin in ein verlassenes Hotel an der deutsch-polnischen Grenze. Dort stößt sie auf ein Schlaflabor und eine Brille, mit der sich Alpträume sichtbar machen lassen. Allerdings birgt das Gerät eine Gefahr, die über bloße Bilder im Kopf hinausgeht.

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Es wird übernatürlich – und brutal

So viel sei schon einmal gesagt: Es wird übernatürlich – und auch stellenweise sehr brutal. Die bildlich beschriebenen Alpträume der Figuren sind teils so eindringlich geschildert, dass Leser – wie so oft bei Fitzek-Thrillern – starke Nerven brauchen. Zu Beginn des Buchs wird daher davor gewarnt, es lieber nicht zu lesen, sollte es innerhalb des Themenspektrums Gewalt und Missbrauch einen Aspekt geben, «der dich triggern könnte».

Die kurz gehaltenen Kapitel mit vielen Cliffhangern und Perspektivwechseln halten die Spannung hoch. Auch das alte Hotel als «Lost Place» versetzt den Leser in Gruselstimmung. Allerdings wirken die Erklärungen rund um den Hintergrund der verbildlichten Alpträume schon sehr abenteuerlich.

Autorin Strauss betont, dass die Geschichte «sehr fiktiv und übernatürlich» ist, weshalb es nicht nötig gewesen sei, ganz tief in die Schlafforschung einzutauchen. Sie sei allerdings mit einem Schlafforscher im Austausch gewesen. Tatsächlich werde daran geforscht, Träume sichtbar zu machen. Darüber habe sie etwa mit dem Experten gesprochen.

Wie sein Beruf Fitzek in einem Traum verfolgte

Ob er sich seine eigenen Träume gerne noch einmal ansehen würde? Fitzek hat eine klare Meinung dazu: «Ja, sofort. Also ja, auf jeden Fall und ich würde mir auch ganz gerne ansehen, was andere träumen.» Etwas gruselig fände er es allerdings, wenn andere live beobachten könnten, was er gerade träume.

Er selbst habe relativ wenige Alpträume, und wenn, hält er sie stets für sehr interessant, sagt er. Ein Alptraum sei ihm noch in Erinnerung geblieben. Dort sei er von seinem Beruf bis in den Schlaf verfolgt worden: Er stehe bei einer Lesung auf der Bühne und stelle dann fest, dass er «überhaupt keine Ahnung» habe, worum es in seinem neuen Buch geht, erzählt er.

Fitzek führt aus: «Ich gehe hinter die Bühne und will schnell googeln, aber ich habe kein WLAN, ich komme überhaupt nicht ins Netz und ich schaffe es noch nicht mal, den Titel einzutippen. Da höre ich schon, wie alle den Saal verlassen und ich traue mich dann auch gar nicht mehr zurück auf die Bühne. Das ist wahrscheinlich so eine Art Prüfungsalptraum, würden Psychologen sagen.» Bei der Leipziger Buchmesse dürfte das dem Schriftsteller wohl nicht passieren: Dort stellt er seinen neuen Thriller gemeinsam mit Strauss vor. (dpa)

Mehr zum Buch: www.droemer-knaur.de/buch/annika-strauss-rem-9783426570760

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