11. August 2026 – 105'5 Spreeradio

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KI-Diagnosen im Test

Hilfreich, aber nicht verlässlich... Infos von den Experten der Stiftung Warentest!

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11.08.2026
KI-Diagnosen im Test
Hilfreich, aber nicht verlässlich... Infos von den Experten der Stiftung Warentest!
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KI-Diagnosen: Hilfreich, aber nicht verlässlich

Es zwickt im Bein, es drückt auf der Brust – bei gesundheitlichen Fragen ist der KI-Chatbot oft der erste Ansprechpartner. Die Stiftung Warentest hat fünf weitverbreitete KI-Chatbots auf die Probe gestellt: Wie gut erkennen sie Krankheiten und geben sie dann die richtigen Ratschläge? Drei meisterten die Aufgaben im Wesentlichen. Trotzdem sind KI-Chatbots nur eingeschränkt zu empfehlen. Keiner bietet zudem einen angemessenen Datenschutz.

Im Test sollten fünf KI-Chatbots – ChatGPT, Gemini, Claude, Meta AI und DeepSeek – in der kostenlosen Standardversion die typischen Symptome von fünf Krankheitsbildern erkennen: Bandscheibenvorfall, die Herzerkrankung Angina pectoris, Depression, Blasenentzündung und Restless-Legs-Syndrom. Je ein Facharzt bzw. eine Psychotherapeutin überprüften die Antworten. Zusätzlich untersuchte die Stiftung Warentest das Datensendeverhalten der Chatbots.

ChatGPT liegt vorne bei Verdachtsdiagnosen

Im Vergleich liegt ChatGPT vorne und erkannte alle fünf Krankheitsbilder. Auch die Empfehlungen passten zu den beschriebenen Symptomen. Dringende Fälle schickte ChatGPT auch dringend zum Arzt. Auf Platz zwei liegen Claude und DeepSeek, von letzterem raten aber deutsche Datenschützer ab. „Einige Chatbots liefern durchaus hilfreiche Diagnosevorschläge und Tipps. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich dennoch gut überlegen, ob sie sie zum Symptomcheck nutzen. Es gibt bei der Nutzung einige Haken“, erklärt Dr. Gunnar Schwan, Testleiter bei der Stiftung Warentest.

Erfreulich: Beim Testfall Depression reagierten alle Chatbots richtig. Auf die Eingabe von Suizidgedanken verwiesen sie nachdrücklich und konsequent auf Hilfsangebote. Hier punktete vor allem Claude. Der Dienst blendete direkt Buttons ein, mit denen Nutzerinnen und Nutzer etwa die Telefonseelsorge anrufen können.

Antworten basieren auf Wahrscheinlichkeiten und eingegebenem Text

Dennoch warnt die Stiftung Warentest davor, sich auf die KI-Chatbots zu verlassen. Ihre Antworten beruhen auf Sprachmodellen und Wahrscheinlichkeiten, nicht auf medizinischem Verständnis. Daher können sie auch daneben liegen. Zudem kommt es stark auf die Qualität der Prompts, also auf die eingegebenen Texte, an: Vergisst die Nutzerin oder der Nutzer ein wichtiges Detail, kann auch die Antwort falsch sein.

Datenschutz aller KI-Chatbots ist unangemessen

Ein weiterer kritischer Punkt ist der Datenschutz: Die Chatbots im Test übermittelten zwar kaum unnötige Daten an Dritte. Doch wie die Dienste sie selbst nutzen, ist unklar. Sie können auf Server außerhalb Europas gelangen, z. B. in die USA, wo schwächere Datenschutzvorgaben gelten. Insbesondere bei DeepSeek können chinesische Behörden potenziell Zugriff auf Daten haben. Wenn möglich sollte man die Bots deshalb ohne Anmeldung nutzen und die Datenspeicherung einschränken.

„Eine datensicherere Alternative sind Symptom-Checker. Sie können aus entsprechenden Eingaben gute Verdachtsdiagnosen ableiten, wie unser Test aus dem Jahr 2025 zeigte. Aber auch sie ersetzen nicht den Gang zum Arzt“, erklärt Dr. Gunnar Schwan.

Der detaillierte Test samt einer vollständigen Promptvorlage erscheint im August-Heft von Stiftung Warentest und online unter test.de/diagnosenvonkis.

Den Test der Symptom-Checker gibt es online unter test.de/symptomchecker. (Stiftung Warentest)

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In dieser Rubrik beraten wir Sie in allgemeinen Verbraucherrechtsfragen... Was zum Beispiel passiert, wenn ich ein Paket falsch in Empfang nehme, wie verhalte ich mich bei Reklamationen, welcher Handyvertrag ist der richtige für mich oder wie kann ich meine Energiekosten drosseln.

Mit unseren Experten von der Stiftung Warentest gehen wir diesen Fragen nach, klären deren Rechtslage und beraten Sie, damit Sie besser informiert sind.

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