13. Oktober 2026 – 105'5 Spreeradio
Verbrauchertipps
Ladestromtarife im Test
So lädt das E-Auto besonders günstig... Infos von den Experten der Stiftung Warentest!
Foto: Monmeo - stock.adobe.com
Foto: Monmeo - stock.adobe.com
13.10.2026
Ladestromtarife im Test
So lädt das E-Auto besonders günstig... Infos von den Experten der Stiftung Warentest!
Foto: Glaser - stock.adobe.com
Ladestromtarife: So lädt das E-Auto besonders günstig
Der Blick auf die Ladesäule genügt oft nicht: Beim Laden eines E-Autos ist die Suche nach dem günstigsten Preis komplizierter. Der Vergleich der Stiftung Warentest von 29 Tarifen für öffentliche Ladestationen bringt Licht in den Tarifdschungel. Darauf kommt es an beim günstigen Stromtanken an öffentlichen Ladesäulen.
Das E-Auto unterwegs zum günstigsten Preis laden: Das braucht in der Regel etwas Vorbereitung. Denn die Kosten hängen von unterschiedlichen Faktoren ab, u. a. bei welchem Anbieter das Fahrzeug lädt und wo. Ebenfalls Einfluss haben die drei Ladegeschwindigkeiten – normales Laden (AC), Schnellladen (DC) und Ultraschnellladen (HPC). „Auf der Suche nach dem günstigsten Preis sollten Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos zunächst den eigenen Bedarf abschätzen und überlegen, wie viel davon monatlich an öffentlichen Ladesäulen geladen werden soll“, sagt Alica Verwiebe, Testleiterin der Stiftung Warentest. „Davon hängt ab, ob sich für sie ein Tarif mit Grundgebühr lohnt, dessen Kilowattstundenpreis meist günstiger ist.“
Welches Preismodell passt: Ad-hoc, ohne oder mit Grundgebühr?
Generell gibt es bei den Preismodellen drei verschiedene Optionen: Die erste Option ist das spontane Laden ohne Vertrag und Registrierung. Diese Variante ist praktisch, aber meist vergleichsweise teuer. Die zweite Option sind Tarife ohne Grundgebühr. Dazu registriert man sich bei einem Ladetarifanbieter und nutzt meist eine App oder Ladekarte. Die Kilowattstunde (kWh) kostet bei diesen Tarifen oft weniger als beim Ad-hoc-Laden. „Wer nur gelegentlich unterwegs ist, legt den Fokus auf Tarife ohne monatliche Fixkosten. Die Registrierung ist auch bei mehreren Anbietern möglich“, sagt Alica Verwiebe. Die dritte Option sind Tarife mit Grundgebühr: Wer häufig öffentlich lädt, kann mit einer monatlichen Grundgebühr den Preis pro Kilowattstunde senken. Übrigens: Der Großteil der getesteten Tarife mit Grundgebühr ist mindestens monatlich kündbar, sodass auch ein Fehlgriff schnell korrigierbar wäre.
Die passende Wahl aus 29 Tarifen
Ein konkretes Beispiel zeigt, worauf es bei der Berechnung ankommt: Bei Aral Pulse kostet das Normalladen (AC) an eigenen Säulen im Tarif Klassik ohne Grundgebühr 47 Cent pro kWh. Im Tarif Extra für monatlich 2,99 Euro gibt es den Strom für 41 Cent pro kWh (AC) – also 6 Cent günstiger. Die Grundgebühr rechnet sich somit ab einer Strommenge von 50 kWh. Damit lässt sich je nach Fahrzeugtyp, Witterung und Fahrweise eine Strecke von 250 bis 330 Kilometern fahren. „Unser Test zeigt, dass sich Tarife mit Grundgebühr generell eher für Nutzer ohne eigene Lademöglichkeit und Vielfahrer eignen“, sagt Alica Verwiebe. Gut zu wissen: Viele Anbieter nennen auf ihren Internetseiten eine kWh-Zahl, ab der sich der Tarif mit Grundgebühr lohnt.
Der individuell beste Tarif für das Laden des E-Autos findet sich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest Finanzen und online unter test.de/ladestromtarife-unterwegs. Welche Ladesäulen-Apps im Test besonders gut und zuverlässig funktionieren, steht unter test.de/ladeappsfuereautos. (Stiftung Warentest)
In dieser Rubrik beraten wir Sie in allgemeinen Verbraucherrechtsfragen... Was zum Beispiel passiert, wenn ich ein Paket falsch in Empfang nehme, wie verhalte ich mich bei Reklamationen, welcher Handyvertrag ist der richtige für mich oder wie kann ich meine Energiekosten drosseln.
Mit unseren Experten von der Stiftung Warentest gehen wir diesen Fragen nach, klären deren Rechtslage und beraten Sie, damit Sie besser informiert sind.