29. Juni 2026 – 105'5 Spreeradio
Verbrauchertipps
Robo-Advisor im Vergleich
Digitale Geldverwalter - von günstig bis teuer... Infos von den Experten der Stiftung Warentest!
Foto: InfiniteFlow - stock.adobe.com
Foto: Suriyo - stock.adobe.com
Robo-Advisor: Das bringen digitale Geldverwalter
Algorithmen statt Bankberater mit Krawatte: Robo-Advisor, also digitale Vermögensverwalter, machen automatisch Anlagevorschläge und steuern das Risikoprofil des Portfolios. Aber wie gut können sie das? 16 Robo-Advisor hat die Stiftung Warentest untersucht. Nicht immer überzeugen Vorschläge und Kosten.
Bevor sich Robos an die Arbeit machen, lernen sie zunächst die Risikoneigung von Kundinnen und Kunden kennen. Dafür machen diese u. a. Angaben zu Anlageziel und -dauer sowie zu Einkommen, Vermögen, Risikoneigung und bisherigen Anlageerfahrungen: „Diese Fragen zu Beginn sind sehr wichtig, damit der Robo-Advisor passgenaue Anlagevorschläge macht. Daher sollten die gestellten Fragen zunächst in Ruhe und wahrheitsgemäß beantwortet werden“, sagt Metin Gülmen, Anlageexperte der Stiftung Warentest.
Unterschiedliche Ergebnisse – von sehr gut bis ausreichend
Einige Anbieter liefern zwar brauchbare Portfolios, schwächeln aber bei ihrer Preisstruktur. Andere Angebote fallen durch schiefe Gewichtungen auf und setzen beispielsweise zu stark auf Schwellenländer-Aktien oder langlaufende US-Staatsanleihen. „Eine solche Unausgewogenheit ist aus unserer Sicht zu riskant und liegt zu weit weg von einem Musterportfolio, das wir als Bewertungsreferenz für die Vorschläge der Robos entwickelt haben“, sagt Metin Gülmen.
Knackpunkt Kosten
Beim Vergleich der Angebote machen die Kosten einen großen Unterschied. Zwei Aspekte bewertet der Test: die Kosten der Dienstleistung des Robo-Advisors und die Kosten des investierten Portfolios. Einige Angebote erhielten in diesem Punkt nur ein Mangelhaft, da sie allein für den Robo mindestens ein Prozent Kosten in Rechnung stellten. Das ist rund zehnmal mehr als das günstigste Angebot.
Dann lohnt sich ein Robo-Advisor
Robo-Advisor eignen sich beispielsweise für Anlegerinnen und Anleger, die ihre Risikobereitschaft einschätzen können und mit geringem Aufwand von Aktienrenditen profitieren wollen. „Wer keine Aktien möchte, setzt vielleicht eher auf Tages- oder Festgeld“, sagt Metin Gülmen. „Für Anleger, die eigene Ideen umsetzen und Anlagen-Käufe selbst durchführen möchten, sind Robo-Advisor eher nicht geeignet.”
KI spielt bei den Robos bislang nur Nebenrolle
Nur zwei Anbieter im Test setzen darauf. Bei beiden ersetzt KI nicht die eigentliche Anlagestrategie, sondern wird beispielsweise eingesetzt, um Entwicklungen an Wertpapiermärkten zu prognostizieren.
Welche Robo-Advisor besonders kostengünstig sind und das anvertraute Vermögen verlässlich managen, steht in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest Finanzen und online unter www.test.de/robo-advisor. (Stiftung Warentest)
In dieser Rubrik beraten wir Sie in allgemeinen Verbraucherrechtsfragen... Was zum Beispiel passiert, wenn ich ein Paket falsch in Empfang nehme, wie verhalte ich mich bei Reklamationen, welcher Handyvertrag ist der richtige für mich oder wie kann ich meine Energiekosten drosseln.
Mit unseren Experten von der Stiftung Warentest gehen wir diesen Fragen nach, klären deren Rechtslage und beraten Sie, damit Sie besser informiert sind.