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Verbrauchertipps
Wechseljahresbeschwerden
Die Experten der Stiftung Warentest haben 57 Medikamente gegen Wechseljahresbeschwerden getestet...
Foto: highwaystarz - stock.adobe.com
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13.02.2026
Wechseljahresbeschwerden
Die Experten der Stiftung Warentest haben 57 Medikamente gegen Wechseljahresbeschwerden getestet...
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Wechseljahresbeschwerden: Was tun bei Hitzewallungen & Co?
Stiftung Warentest hat 57 Medikamente untersucht. Rezeptpflichtige Hormonpräparate schneiden am besten ab. Pflanzliche Mittel wirken deutlich schwächer.
Die Stiftung Warentest hat 57 Medikamente gegen Wechseljahresbeschwerden getestet. Unabhängige Expertinnen und Experten begutachteten die Studienlage zu rezeptpflichtigen Hormonpräparaten, dem nicht-hormonellen Mittel Veoza sowie rezeptfreien pflanzlichen Präparaten. Das Ergebnis: Nur rezeptpflichtige Hormonpräparate erhalten das Urteil „Geeignet“ bei belastenden Wechseljahresbeschwerden, vor allem bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen.
Millionen Frauen in Deutschland leiden unter Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und anderen Wechseljahresbeschwerden. Lange war das Thema tabu, jetzt fordern Aktivistinnen und Medizinerinnen: „Wir müssen darüber reden!“ Doch während die einen mehr Offenheit fordern, warnen Kritikerinnen vor Verharmlosung.
Hormonpräparate: Wirksam, aber mit Risiken
Die Hormonpräparate enthalten Östrogene gegen die Beschwerden und Gestagene zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut. Ihre Wirksamkeit bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen ist wissenschaftlich belegt. Insgesamt überwiegt der Nutzen der Mittel in der Therapie von Wechseljahresbeschwerden die Risiken. Diesem Nutzen stehen jedoch gewisse Risiken gegenüber, darunter ein erhöhtes Risiko für Thrombosen und langfristig für Brustkrebs. Daher sollten Ärztin und Patientin den Einsatz gut abwägen und individuelle Beschwerden sowie Vorerkrankungen berücksichtigen.
Anwendung über die Haut senkt Thromboserisiko
Standard bei den Östrogenen sind inzwischen Pflaster, Gel oder Spray. Durch die Gabe über die Haut lässt sich das Thromboserisiko gegenüber Tabletten senken. Die Therapie sollte in möglichst niedriger Dosis erfolgen und regelmäßig überprüft werden, ob sie noch nötig ist. Experten empfehlen, dazu jährlich in Rücksprache mit der Ärztin die Dosis zu verringern.
Pflanzliche Mittel und Veoza: Nur eingeschränkt geeignet
Die getesteten Präparate mit Traubensilberkerze oder Rhapontikrhabarber wirken schwächer als Hormonpräparate und sollten ohne ärztlichen Rat nur einige Monate verwendet werden. Das neue nicht-hormonelle Mittel Veoza hilft zwar nachweislich gegen Hitzewallungen, doch liegen erst wenig Daten zur langfristigen Sicherheit vor. Zudem sind Leberschäden als seltenes Risiko zu bedenken. Diese Mittel bewertet die Stiftung Warentest als „Mit Einschränkung geeignet“.
Der vollständige Test mit allen 57 Medikamenten erscheint am 22.01.2026 unter www.test.de/wechseljahresbeschwerden und in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest. (Stiftung Warentest)
In dieser Rubrik beraten wir Sie in allgemeinen Verbraucherrechtsfragen... Was zum Beispiel passiert, wenn ich ein Paket falsch in Empfang nehme, wie verhalte ich mich bei Reklamationen, welcher Handyvertrag ist der richtige für mich oder wie kann ich meine Energiekosten drosseln.
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