24. Oktober 2020 – dpa

Neue Corona-Regeln gelten

Maskenpflicht und Obergrenzen - Neue Corona-Regeln treten in Kraft

Coronavirus - Berlin
Coronavirus - Berlin, Foto: Paul Zinken/dpa

In Berlin sind am Samstag neue Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Zum einen greift eine Maskenpflicht für Märkte und zehn besonders belebte Straßen in mehreren Bezirken, aber auch für Shoppingmalls und Warteschlangen.

Zudem gelten noch strengere Obergrenzen für private Zusammenkünfte: Draußen dürfen sich nur noch 25 statt bisher 50 Menschen etwa zu einer Feier treffen, drinnen statt bisher zehn Menschen nur noch Angehörige eines Haushalts plus maximal fünf andere Personen.

Der rot-rot-grüne Senat hatte die Maßnahmen vor wenigen Tagen beschlossen, weil sich die Corona-Pandemie in Berlin zuletzt stark ausgebreitet hat. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen kletterte auf inzwischen weit über 100. Damit liegt die Hauptstadt deutlich über dem kritischen Schwellenwert von 50.

Aushang informiert Passanten über die «Flaniermeile Friedrichstraße»
Aushang informiert Passanten über die «Flaniermeile Friedrichstraße», Foto: Jörg Carstensen/dpa

Insbesondere auf die Umsetzung der neuen Maskenpflicht auf Märkten und belebten Straßen - darunter Karl-Marx-Straße, Kurfürstendamm, Friedrichstraße, Wilmersdorfer Straße, Schlossstraße und Altstadt Spandau - bereiten sich die Bezirke schon seit Tagen vor. Teils weisen Mitarbeiter der Ordnungsämter Passanten schon seit Mittwoch auf die neuen Regeln hin. Mancherorts gibt es auf Bürgersteigen oder vor Geschäften zusätzliche Hinweise.

Für Samstag kündigten die Ordnungsämter Kontrollen an. Allerdings wollen die Bezirke dabei nach eigener Auskunft zunächst ebenfalls eher auf Information und Ermahnungen setzen. Wer sich uneinsichtig zeigt, muss aber mit Bußgeld rechnen.

Die Polizei will am Wochenende je 500 Landes- und Bundespolizisten einsetzen, um die Corona-Regeln zu kontrollieren. Die Kontrollen zielen auch auf illegale Partys und die Gastronomie ab, für die eine nächtliche Sperrstunde und nächtliche Alkoholverbote gelten. Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatten sich auf den gemeinsamen Kontroll-Einsatz verständigt.

Ein Sprecher der Berliner Polizei sagte, zuerst werde versucht, Verständnis bei den Bürgern zu wecken. Wer die Aufforderungen etwa zum Maske-Tragen oder Abstand-Halten ignoriere, müsse mit Konsequenzen rechnen. Dann werden Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen geschrieben und an die Bezirksämter weitergeleitet.

Die verstärkten Kontrollen sollen laut Geisel zeigen, dass die Zeit der Sorglosigkeit vorbei sei. Auch Seehofer nannte die Lage angesichts der Zahl von Neuinfektionen sehr ernst.

Coronavirus - Berlin
Coronavirus - Berlin, Foto: Christoph Soeder/dpa

Einkaufsstraßen, die von der Maskenpflicht betroffen sind:

  • Alte Schönhauser Straße (Mitte)
  • Altstadt Spandau
  • Bergmannstraße (Kreuzberg)
  • Bölschestraße (Friedrichshagen)
  • Friedrichstraße (Mitte)
  • Karl-Marx-Straße (Neukölln)
  • Kurfürstendamm (Charlottenburg, Halensee, Wilmersdorf)
  • Schloßstraße (Steglitz)
  • Tauntzienstraße (Charlottenburg, Schöneberg)
  • Wilmersdorfer Straße (Charlottenburg)

Quelle: Senat

Coronavirus - Berlin
Coronavirus - Berlin, Foto: Paul Zinken/dpa

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