03. September 2026 – 105'5 Spreeradio
Verbrauchertipps
E-Mail-Anbieter im Vergleich
Wem kann ich meine E-Mails anvertrauen? Infos von den Experten der Stiftung Warentest...
Foto: Sandwish - stock.adobe.com
Foto: Sandwish - stock.adobe.com
03.09.2026
E-Mail-Anbieter im Vergleich
Wem kann ich meine E-Mails anvertrauen? Infos von den Experten der Stiftung Warentest...
Foto: Aqeela - stock.adobe.com
E-Mail-Anbieter: Diese Bezahltarife sind ihr Geld wert
E-Mails bleiben relevant, etwa als Kanal für sichere Kommunikation und wichtige Dokumente. Im aktuellen Test hat die Stiftung Warentest zehn E-Mail-Anbieter überprüft. Mit Gut schnitten vier Bezahltarife ab – alle aus Deutschland. Bei Datenschutz und Privatsphäre überzeugen besonders Angebote von Posteo und Mailbox, Schlusslichter in diesem Punkt sind Gmail und Microsoft Outlook.
E-Mails bleiben relevant, etwa als Kanal für sichere Kommunikation und wichtige Dokumente. Im aktuellen Test hat die Stiftung Warentest zehn E-Mail-Anbieter überprüft. Mit Gut schnitten vier Bezahltarife ab – alle aus Deutschland. Bei Datenschutz und Privatsphäre überzeugen besonders Angebote von Posteo und Mailbox, Schlusslichter in diesem Punkt sind Gmail und Microsoft Outlook.
Wer braucht in Zeiten von Messengern und Instagram-DMs noch ein E-Mail-Postfach – außer für Rechnungen, Versandbestätigungen und Newsletter? Und genügt dafür nicht eine Gratis-E-Mail-Adresse, wie man sie heute an jeder Ecke bekommt? „Die Bedeutung der E-Mail-Adresse wird von vielen Menschen unterschätzt. Sie ist die tragende Säule unseres Online-Lebens – und das wird komplett aus den Angeln gehoben, wenn jemand mein Postfach knackt“, sagt Georg Dahm, Digital- und Technikexperte bei der Stiftung Warentest. „Die E-Mail-Adresse ist einer der wenigen Kommunikationswege, die nicht unter der Kontrolle großer Internet-Konzerne stehen. Unser Rat: Lieber den E-Mail-Anbieter sorgfältig aussuchen und ein paar Euro pro Jahr mehr ausgeben.“
Testsieger für 12 Euro pro Jahr
Gute Gesamturteile erhalten im Test nur die Bezahltarife von Posteo, Mailbox, Web.de und GMX. Testsieger Posteo und der Zweitplatzierte Mailbox kosten einen Euro im Monat. „Bereits für vergleichsweise wenig Geld bekommt man oft deutlich mehr Leistung und besseren Support“, sagt Georg Dahm. Kostenlose Mail-Anbieter schneiden im Test maximal mit Befriedigend ab. Sie finanzieren sich meist durch Werbung. Ärgerlich: GMX und Web.de schicken selbst zahlenden Kunden Werbe-E-Mails für eigene Angebote oder die von Werbepartnern.
Datenschutz und Unsicherheitsfaktor „Cloud Act“
Beim Thema Datenschutz liegen Posteo, Mailbox, Proton und Tuta Mail vorn: Sie geben an, dass sich Mails auf dem Server so verschlüsseln lassen, dass nicht einmal der Anbieter sie lesen kann. Wenig Privatsphäre bieten Google und Microsoft: Sie informieren in ihren Datenschutzerklärungen, dass sie Inhalte ihrer Kundinnen und Kunden automatisiert auslesen und erfassen. Hinzu kommt bei Unternehmen wie Google, Microsoft und Apple, die ihren Hauptsitz in den USA haben, ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor: Nach dem „Cloud Act“ können US-Behörden Zugriff auf die Konten europäischer Kunden verlangen – ohne dass Betroffene davon erfahren.
Von Apple bis Web.de – zehn Anbieter im Test
Insgesamt zehn Anbieter hat die Stiftung Warentest geprüft. Die Konzerne Microsoft (Outlook), Apple und Google (Gmail), die deutschen Marktführer GMX, T-Online und Web.de sowie vier kleinere Anbieter, die den Datenschutz in den Vordergrund stellen: Mailbox, Posteo und Tuta aus Deutschland sowie Proton aus der Schweiz. Getestet wurde – soweit verfügbar – jeweils der Gratistarif und der günstigste Bezahltarif.
Der gesamte Test zu den E-Mail-Anbietern erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest und unter test.de/email. (Stiftung Warentest)
In dieser Rubrik beraten wir Sie in allgemeinen Verbraucherrechtsfragen... Was zum Beispiel passiert, wenn ich ein Paket falsch in Empfang nehme, wie verhalte ich mich bei Reklamationen, welcher Handyvertrag ist der richtige für mich oder wie kann ich meine Energiekosten drosseln.
Mit unseren Experten von der Stiftung Warentest gehen wir diesen Fragen nach, klären deren Rechtslage und beraten Sie, damit Sie besser informiert sind.