18. August 2026 – 105'5 Spreeradio
Verbrauchertipps
Zahnzusatzversicherungen im Test
Günstiger Zahnschutz für jeden Geldbeutel... Infos von den Experten der Stiftung Warentest!
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Zahnzusatzversicherung: Günstiger Zahnschutz für jeden Geldbeutel
Ab 2027 wird Zahnersatz für viele Menschen noch teurer. Durch die beschlossene Gesundheitsreform sinkt der Bonus für regelmäßige Zahnkontrollen, den die Kassen zahlen. Eine Zahnzusatzversicherung federt die Kosten teurer Zahnbehandlungen ab. Im aktuellen Test hat die Stiftung Warentest 278 Tarife verglichen. Das Ergebnis: Es gibt für fast jeden Bedarf und jedes Budget eine geeignete Police. Und: Im Vergleich zu früheren Tarifen gibt es jetzt oft deutlich mehr Leistung für weniger Geld.
Im Test waren 278 Tarife von Zahnzusatzversicherungen, die allen gesetzlich Versicherten in Deutschland offenstehen. Zur besseren Orientierung haben die Tester die Tarife nach drei Kundentypen sortiert: von „Rundum sorglos“ mit umfangreichen Leistungen bis „Kasse genügt“, das den Basisschutz darstellt. Die Kategorie „Gut und günstig“ steht für den Mittelweg zwischen den beiden ersten Modellen. Bewertet wurden die Leistungen für Zahnersatz: Regelversorgung, privatzahnärztliche Versorgung, Inlays und Implantate sowie jährliche Leistungsbegrenzungen.
Abschließen, solange Zähne intakt sind
Empfehlenswert ist der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung rund um das 40. Lebensjahr. Wer eine schlechte Zahnsubstanz hat, sollte jedoch bereits früher darüber nachdenken. Wichtig: Die Versicherung zahlt nur für Behandlungen, die nach Vertragsabschluss erstmals diagnostiziert wurden.
„Wer bereits vor dem Abschluss der Versicherung eine Behandlung begonnen hat, geht leer aus. Deshalb gilt: möglichst abschließen, solange die Zähne noch in Ordnung sind – und unbedingt vergleichen“, empfiehlt Susanne Meunier, Expertin der Stiftung Warentest. „Neuere Tarife bieten oft deutlich bessere Leistung als ältere Verträge, besonders bei Implantaten und Inlays.“ Ein Wechsel zu einem anderen Tarif sei auch möglich, sollte aber wohl überlegt sein: „Bei einem neuen Anbieter können die Wartezeiten wieder von vorne beginnen. Viele Anbieter haben aber Tarife mit verschiedenen Konditionen im Angebot. Ein solcher Wechsel gelingt leichter“, so Susanne Meunier.
Kaum noch lange Wartezeiten
Erfreulich für Sparfüchse: Wer sich für einen „Kasse genügt“-Tarif entscheidet, zahlt im Schnitt nur zwischen 9 und 15 Euro pro Monat. Diese Tarife erstatten den Eigenanteil, der bei der Regelversorgung anfällt. Umfassenden Schutz auch für teure Versorgungen wie mehrere Implantate bieten „Rundum-sorglos“-Tarife. Versicherte müssen meist nichts mehr zuzahlen, denn sie enthalten beispielsweise für Implantate hohe Summen von mehr als 4.000 Euro. Die besten Angebote für die 43-jährige Modellperson liegen im Schnitt zwischen 41 und 90 Euro im Monat.
Und noch eine positive Entwicklung: Lange Wartezeiten sind meist passé. Viele Versicherer tragen anfallende Kosten sofort oder reduzieren die Wartezeit auf drei Monate. Bei fast allen Tarifen gibt es nach Vertragsabschluss eine Leistungsstaffelung – die vereinbarte Summe wird oft erst nach vier Jahren in vollem Umfang gezahlt.
Übrigens: Für Menschen mit sehr geringen Einkünften übernimmt die Krankenkasse auf Antrag die gesamten Kosten der Regelversorgung. Privat Krankenversicherte können grundsätzlich keine Zahnzusatzversicherung abschließen – bei ihnen ist der Zahnschutz schon in der privaten Krankenversicherung geregelt.
Der ausführliche Test mit allen Testergebnissen, Beitragsangaben und einem individuellen Tarifrechner erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest Finanzen und ist online abrufbar unter www.test.de/zahnzusatzversicherungen. (Stiftung Warentest)
In dieser Rubrik beraten wir Sie in allgemeinen Verbraucherrechtsfragen... Was zum Beispiel passiert, wenn ich ein Paket falsch in Empfang nehme, wie verhalte ich mich bei Reklamationen, welcher Handyvertrag ist der richtige für mich oder wie kann ich meine Energiekosten drosseln.
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